Kleines Mädchen macht erste Schritte an der Hand ihrer Eltern auf einem sonnigen Weg

3. August 2025

Zehn Dinge, die jede Mama und jeder Papa wissen sollte

Fuchs

Expertenrat aus dem Podcast „Kinderarzt to go“

Im turbulenten Alltag mit Kindern stehen Eltern immer wieder vor neuen Herausforderungen. Die aktuelle Episode des Podcasts „Kinderarzt to go“ mit Moderatorin Tanja und Kinderarzt Georg widmet sich genau diesen Fragen: Was sollten Eltern wirklich wissen, um ihre Kinder gesund, sicher und liebevoll zu begleiten? Im Folgenden finden Sie eine umfassende Zusammenfassung und Vertiefung der zehn wichtigsten Tipps aus der Episode – mit vielen praktischen Empfehlungen, fundiertem Expertenwissen und wertvollen Einblicken für alle, die das Beste für ihre Kinder wollen.

1. Fieber: Verstehen statt fürchten

Fieber ist keine Krankheit, sondern ein Symptom.
Viele Eltern erschrecken, wenn das Thermometer steigt. Doch Georg betont: Fieber (ab 38,5°C) ist ein Zeichen dafür, dass der Körper Ihres Kindes aktiv gegen eine Infektion kämpft. Es ist ein natürlicher Abwehrmechanismus und in den meisten Fällen kein Grund zur Panik.

Worauf sollten Eltern achten?

Allgemeinzustand beobachten: Ist Ihr Kind trotz Fieber munter, trinkt und spielt es? Dann ist meist keine sofortige medikamentöse Behandlung nötig.
Medikamente mit Bedacht einsetzen: Fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sollten nicht automatisch gegeben werden, sondern nur, wenn das Kind sich wirklich unwohl fühlt.
Fieber als Freund: In der Anfangsphase einer Infektion kann Fieber sogar helfen, die Abwehrkräfte zu stärken.

Experten-Tipp:
Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl und beobachten Sie Ihr Kind genau. Bei Unsicherheiten oder wenn das Fieber länger als drei Tage anhält, suchen Sie ärztlichen Rat.

2. Husten: Geduld und Hausmittel statt Hustenblocker

Husten ist lästig, aber meist harmlos.
Gerade in der kalten Jahreszeit ist Husten ein ständiger Begleiter. Viele Eltern greifen zu Hustensäften – doch Georg stellt klar: Für Kinder unter sechs Jahren sind die meisten Hustenmittel nicht wirksam und können sogar Nebenwirkungen haben.

Was hilft wirklich?
Luftfeuchtigkeit erhöhen: Ein feuchtes Raumklima (z.B. durch feuchte Tücher auf der Heizung) kann die Schleimhäute beruhigen.
Viel trinken: Wasser, ungesüßte Tees oder lauwarme Brühe helfen, den Schleim zu lösen.
Nasale Abschwellmittel: Bei Bedarf und nach Rücksprache mit dem Kinderarzt können abschwellende Nasentropfen kurzfristig helfen.
Geduld: Husten kann sich über Wochen hinziehen – das ist normal und kein Grund zur Sorge.

Experten-Tipp:
Vermeiden Sie Selbstmedikation mit rezeptfreien Hustenmitteln. Setzen Sie stattdessen auf bewährte Hausmittel und geben Sie dem Körper Zeit zur Heilung.

3. Häufige Infekte: Das Immunsystem trainiert

Viele Infekte im Kita-Alter sind normal.
Eltern sind oft besorgt, wenn ihr Kind scheinbar ständig krank ist. Georg erklärt: 10 bis 12 Infekte pro Jahr sind im Kleinkindalter völlig normal und sogar wichtig für die Entwicklung des Immunsystems.

Was können Eltern tun?
Ruhe und Erholung ermöglichen: Geben Sie Ihrem Kind Zeit, sich auszukurieren.
Frische Luft und Bewegung: Auch bei leichtem Schnupfen ist ein Spaziergang an der frischen Luft förderlich.
Keine unnötigen „Immunbooster“: Nahrungsergänzungsmittel sind meist überflüssig – eine ausgewogene Ernährung reicht aus.

Experten-Tipp:
Sehen Sie Infekte als „Trainingseinheiten“ für das Immunsystem. Geduld und Gelassenheit helfen, diese Phase zu überstehen.

4. Routinen: Sicherheit durch Wiederholung

Kinder lieben und brauchen Routinen.
Feste Abläufe geben Kindern Orientierung und Sicherheit. Ob beim Schlafengehen, Essen oder Zähneputzen – Wiederholungen helfen, den Alltag zu strukturieren und Stress zu vermeiden.

Wie etablieren Sie Routinen?
Feste Zeiten: Versuchen Sie, Mahlzeiten und Schlafenszeiten möglichst konstant zu halten.
Rituale schaffen: Ein gemeinsames Lied vor dem Schlafen oder das Lieblingsbuch als Abendritual fördern Geborgenheit.
Geduld bei der Einführung: Neue Routinen brauchen Zeit, bis sie zur Selbstverständlichkeit werden.

Experten-Tipp:
Routinen sind kein starres Korsett, sondern ein flexibler Rahmen, der Kindern Halt gibt und Eltern entlastet.

5. Vergleiche vermeiden: Jedes Kind ist einzigartig

Vergleiche setzen Eltern und Kinder unter Druck.
Ob Entwicklungsschritte, Sprachvermögen oder sportliche Leistungen – der Vergleich mit anderen Kindern ist allgegenwärtig. Georg warnt: Das schadet der Beziehung und dem Selbstwertgefühl.

Was hilft?
Das eigene Kind im Blick behalten: Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und seine individuellen Stärken.
Geschwister sind unterschiedlich: Auch innerhalb der Familie entwickeln sich Kinder verschieden – das ist normal.
Erziehung ist kein Wettbewerb: Lassen Sie sich nicht von äußeren Erwartungen leiten.

Experten-Tipp:
Feiern Sie die kleinen Erfolge Ihres Kindes und vertrauen Sie auf seine Entwicklung.

6. Vorsorge­untersuchungen: Frühzeitig Fragen stellen

Vorsorge ist besser als Nachsorge.
Die regelmäßigen U-Untersuchungen bieten die perfekte Gelegenheit, alle Fragen rund um Entwicklung, Ernährung und Impfungen zu stellen.

Wie nutzen Sie die Vorsorge optimal?
Keine Scheu vor „dummen“ Fragen: Es gibt keine unwichtigen Anliegen – sprechen Sie alles an, was Sie beschäftigt.
Erfahrung zählt: Der Kinderarzt bringt wertvolle Praxiserfahrung mit, die keine Internetrecherche ersetzen kann.
Frühzeitig Hilfe suchen: Lieber einmal zu viel fragen als zu spät handeln.

Experten-Tipp:
Nutzen Sie die Vorsorgeuntersuchungen als vertrauensvollen Austausch und bauen Sie eine gute Beziehung zu Ihrem Kinderarzt auf.

7. Emotionale Sicherheit: Nähe und Zuwendung sind das Wichtigste

Kinder brauchen emotionale Geborgenheit.
Georg betont: Für eine gesunde Entwicklung sind Liebe, Zeit und Zuwendung wichtiger als Perfektion.

Wie schaffen Sie emotionale Sicherheit?
Präsenz zeigen: Gemeinsame Zeit, Zuhören und echtes Interesse sind unbezahlbar.
Fehler sind erlaubt: Niemand ist perfekt – auch nicht als Eltern. Authentizität zählt mehr als Perfektion.
Alltagssituationen nutzen: Auch kleine Gesten, wie ein liebevolles Gespräch beim Abendessen, stärken die Bindung.

Experten-Tipp:
Es ist in Ordnung, wenn es mal nur Nudeln mit Butter gibt – entscheidend ist das Gefühl, geliebt und angenommen zu sein.

8. Langeweile zulassen: Kreativität fördern

Langeweile ist kein Feind, sondern ein Geschenk.
Viele Eltern fürchten, ihr Kind könnte sich langweilen. Doch Georg erklärt: Aus Langeweile entstehen oft die besten Spielideen und kreative Lösungen.

Wie gehen Sie mit Langeweile um?
Nicht sofort bespaßen: Geben Sie Ihrem Kind Raum, selbst aktiv zu werden.
Kreativität fördern: Bastelmaterial, Bauklötze oder Malstifte bereitstellen – der Rest kommt von allein.
Eigene Erfahrungen reflektieren: Erinnern Sie sich, wie Sie als Kind Langeweile erlebt haben – oft sind daraus die schönsten Erinnerungen entstanden.

Experten-Tipp:
Langeweile ist eine wichtige Fähigkeit, die Kinder stark macht und ihnen hilft, sich selbst zu beschäftigen.

9. Zähneputzen: Durchhalten lohnt sich

Zähneputzen ist unverzichtbar – auch wenn es Tränen gibt.
Frühkindliche Karies ist vermeidbar, wenn Eltern konsequent bleiben. Georg empfiehlt, das Zähneputzen als festen Bestandteil der Routine zu etablieren.

Wie gelingt das Zähneputzen besser?
Spaßfaktor erhöhen: Bunte Zahnbürsten, Zahnputzlieder oder Timer machen das Putzen attraktiver.
Vorbild sein: Putzen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind – das motiviert.
Konsequent bleiben: Auch wenn es Protest gibt, nicht nachgeben – die Gesundheit der Zähne steht an erster Stelle.

Experten-Tipp:
Machen Sie das Zähneputzen zu einem festen Ritual und bleiben Sie geduldig – mit der Zeit wird es zur Selbstverständlichkeit.

10. Hilfe suchen: Stärke zeigen, nicht Schwäche

Elternschaft ist kein Wettbewerb in Perfektion.
Tanja und Georg betonen: Es ist völlig normal, sich erschöpft oder überfordert zu fühlen. Hilfe zu suchen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.

Wo finden Sie Unterstützung?
Freunde und Familie: Sprechen Sie offen über Ihre Herausforderungen.
Professionelle Hilfe: Scheuen Sie sich nicht, Rat bei Fachleuten einzuholen – ob Kinderarzt, Beratungsstelle, Psycholog:in oder erfahrene Pädagogen. Der erste Schritt ist oft schon das Wichtigste!

Was unsere Patienten sagen

Lesen Sie die Erfahrungsberichte von Eltern, die bereits in unserer Praxis waren. Ihr Vertrauen, Ihre Zufriedenheit und das Wohl Ihres Kindes stehen bei uns an erster Stelle.

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  • Google Bewertung von Carolin Zechmann

    Bewertung von Carolin Zechmann

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    vor einer Woche

    Es bleibt mir nichts anderes übrig als auch 5 Sterne zu vergeben. :) Unser Sohn wird demnächst 1 Jahr alt und jeder einzelne Termin bei Hr. Dr. Handwerker und bei Fr. Dr. Müller war bisher absolut perfekt. Kurze Wartezeiten, ein sehr freundliches Team, eine absolut entspannte Atmosphäre und vor ...
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  • Google Bewertung von Petra Stoiber

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    vor einem Monat

    Herr Dr Handwerker ist ein ganz besonderer Kinderarzt und Mensch. Bereits in meiner Schwangerschaft hat mich Herr Dr. Handwerker nach einer Kontaktanfrage aufgrund unserer schwierigen Vorgeschichte persönlich am Abend angerufen. Durch jedes Wort vor und nach der Geburt meines Sohnes hat er mir und ...
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    vor einem Monat

    Wir sind seit der Geburt unserer Tochter, die inzwischen 1,5 Jahre alt ist, bei Kinderarzt Dr. Handwerker in Behandlung und fühlen uns dort rundum bestens aufgehoben. Auch wenn man manchmal ein bisschen warten muss, nimmt sich Hr. Dr. Handwerker dann viel Zeit, ist sehr kompetent und hat ein super ...
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