Vater misst Fieber bei seiner kranken Tochter, die mit geschlossenen Augen im Bett liegt.

1. Juli 2025

Die häufigsten gesundheitlichen Anliegen bei Kindern

Fuchs

Ein Leitfaden für Eltern

In der aktuellen Episode des Podcasts „Kinderarzt to go“ geben Tanja (Moderatorin) und Steffi (Arzthelferin in einer Kinderarztpraxis) einen tiefen Einblick in die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden, mit denen Eltern in der Praxis anrufen. Ziel der Episode ist es, Eltern Sicherheit und Orientierung zu geben, wie sie mit typischen Symptomen wie Fieber, Durchfall, Husten, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und roten Augen umgehen können – und wann ein Arztbesuch wirklich notwendig ist.

Als Elternteil ist es oft eine Herausforderung, die richtige Entscheidung zu treffen: Muss ich sofort zum Arzt? Reichen Hausmittel? Welche Warnzeichen sollte ich kennen? In diesem Blogbeitrag fassen wir die wichtigsten Tipps und Empfehlungen aus der Podcastfolge zusammen und geben Ihnen fundierte, praxisnahe Ratschläge für den Alltag.

Fieber: Wann ist es harmlos, wann ein Warnsignal?

Fieber ist einer der häufigsten Gründe, warum Eltern in der Kinderarztpraxis anrufen. Steffi betont, dass Fieber grundsätzlich eine normale Abwehrreaktion des Körpers ist – aber es gibt wichtige Warnzeichen, auf die Sie achten sollten.

Wichtige Fragen bei Fieber:

Wie hoch ist das Fieber?
Alles über 38,5°C gilt als Fieber. Notieren Sie die genaue Temperatur und wie oft Sie gemessen haben.
Wie lange besteht das Fieber bereits?
Fieber, das länger als drei Tage anhält, sollte ärztlich abgeklärt werden.
Wie verhält sich das Kind?
Ist es apathisch, trinkt es schlecht, hat es einen Ausschlag oder wirkt es ungewöhnlich schlapp?
Wurden fiebersenkende Mittel gegeben?
Welche Präparate (z.B. Paracetamol-Zäpfchen, Ibuprofen-Saft) wurden wann und in welcher Dosierung gegeben? Wie hat das Kind darauf reagiert?

Wann sollten Sie sofort einen Termin vereinbaren?

Ihr Kind ist jünger als drei Monate und hat Fieber.
Das Fieber hält länger als drei Tage an.
Das Kind trinkt nicht, ist apathisch oder bekommt einen Ausschlag.
Das Fieber sinkt trotz Medikamenten nicht.

Expertentipp:
Fieber an sich ist kein Grund zur Panik. Beobachten Sie Ihr Kind genau und achten Sie auf die genannten Warnzeichen. Lieber einmal mehr anrufen, wenn Sie unsicher sind!

Durchfall und Erbrechen: Flüssigkeit ist das A und O

Magen-Darm-Infekte sind besonders bei kleinen Kindern häufig. Steffi erklärt, dass die Einschätzung der Situation von mehreren Faktoren abhängt.

Wichtige Fragen bei Durchfall und Erbrechen:

Wie oft hat das Kind Durchfall oder erbricht es?
Wie sieht der Stuhl aus?
Trinkt das Kind noch ausreichend?
Hat das Kind Fieber?
Hat das Kind in den letzten zwei Stunden uriniert?

Wann ist ein Arztbesuch dringend?

Das Kind trinkt nicht mehr oder kann Flüssigkeit nicht bei sich behalten.
Das Kind hat seit mehr als zwei Stunden nicht uriniert (Achtung: Dehydratationsgefahr!).
Das Kind ist sehr schlapp oder apathisch.

Was können Sie selbst tun?

Flüssigkeit in kleinen Mengen anbieten:
Wasser, ungesüßter Tee, verdünnte Säfte oder Brühe.
Traubenzucker oder Elektrolytlösungen:
Besonders bei häufigem Erbrechen oder Durchfall.
Leichte Kost:
Zwieback, Banane, Reis – sobald das Kind wieder Appetit hat.
Beobachten:
Oft bessert sich der Zustand schon am nächsten Tag.

Expertentipp:
Bei Babys und Kleinkindern ist die Gefahr der Austrocknung besonders hoch. Achten Sie auf feuchte Schleimhäute, Tränen beim Weinen und regelmäßiges Wasserlassen.

Husten und Schnupfen: Wann reicht Hausmittel, wann zum Arzt?

Gerade in der kalten Jahreszeit sind Husten und Schnupfen an der Tagesordnung. Steffi berichtet, dass die Telefone in der Praxis dann besonders heiß laufen.

Wichtige Fragen bei Husten und Schnupfen:

Wie lange besteht der Husten bereits?
Bekommt das Kind nachts schlecht Luft?
Gibt es pfeifende Atemgeräusche oder Atemnot?
Wie alt ist das Kind?

Wann ist ein Arztbesuch notwendig?

Babys unter drei Monaten mit Husten oder Schnupfen.
Atemnot, pfeifende Geräusche oder starke Schlappheit.
Husten, der länger als eine Woche anhält oder sich verschlimmert.

Was können Sie selbst tun?

Nasenspray (Kochsalzlösung):
Hilft, die Nasenschleimhäute feucht zu halten.
Viel trinken:
Unterstützt das Lösen von Schleim.
Frische Luft:
Regelmäßiges Lüften und Spaziergänge.
Oberkörper erhöht lagern:
Erleichtert das Atmen im Schlaf.

Expertentipp:
Nicht jeder Husten braucht sofort einen Arzttermin. Beobachten Sie die Entwicklung und greifen Sie bei Unsicherheiten zum Telefon.

Kopfschmerzen und Bauchschmerzen: Differenzieren und dokumentieren

Kopfschmerzen und Bauchschmerzen sind häufige Beschwerden, die viele Ursachen haben können. Steffi gibt hier differenzierte Empfehlungen.

Kopfschmerzen

Warnzeichen:
Fieber, Erbrechen, Ausschlag – sofort zum Arzt!
Neu auftretende oder häufige Kopfschmerzen:
Termin im Laufe der Woche vereinbaren.
Chronische Kopfschmerzen:
Führen Sie ein Kopfschmerztagebuch (Zeit, Dauer, Auslöser, Begleitsymptome).

Bauchschmerzen

Fragen Sie nach dem genauen Schmerzort.
Begleitsymptome wie Fieber, Erbrechen oder Durchfall?
Starke, anhaltende Schmerzen:
Sofort einen Termin vereinbaren.
Leichte Beschwerden:
Wärmflasche, leichte Kost, beobachten.

Expertentipp:
Dokumentieren Sie Beschwerden und Begleitsymptome. Das hilft dem Arzt bei der Diagnose und gibt Ihnen selbst mehr Sicherheit.

Rote Augen: Foto schicken und richtig handeln

Rote Augen können viele Ursachen haben – von harmlosen Reizungen bis zur Bindehautentzündung.

Was tun bei roten Augen?

Foto machen und an die Praxis schicken:
So kann das Praxisteam die Situation besser einschätzen.
Schmerzen, Lichtempfindlichkeit oder Babys:
Sofort einen Termin vereinbaren.
Leichte Rötung ohne Schmerzen:
Feuchte Wattepads zur Reinigung, ggf. Friseur (Haare aus dem Gesicht).

Expertentipp:
Bei Unsicherheit lieber einmal mehr nachfragen. Besonders bei Babys oder starken Schmerzen ist eine ärztliche Abklärung wichtig.

Besorgte Eltern: Ihre Sorgen sind ernst!

Steffi betont, dass die Sorgen der Eltern immer ernst genommen werden. Wenn Sie sich unsicher fühlen oder das Gefühl haben, dass „etwas nicht stimmt“, ist es immer besser, einen Termin zu vereinbaren.

Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl.
Bei Unsicherheiten lieber einmal mehr anrufen.
Krankmeldungen für die Kita oder Schule müssen immer ärztlich erfolgen – oft reicht ein Telefonat.

Fazit: Sicherheit und Orientierung für Eltern

Die Episode von „Kinderarzt to go“ zeigt, wie wichtig es ist, als Eltern informiert und aufmerksam zu sein – aber auch, sich nicht von jeder Kleinigkeit verunsichern zu lassen. Die wichtigsten Empfehlungen im Überblick:

Beobachten Sie Ihr Kind genau und achten Sie auf Warnzeichen.
Nutzen Sie Hausmittel und geben Sie dem Körper Zeit zur Genesung.
Scheuen Sie sich nicht, bei Unsicherheiten die Praxis zu kontaktieren.
Dokumentieren Sie Symptome, um dem Arzt die Einschätzung zu erleichtern.

Mit diesen Tipps sind Sie bestens gerüstet, um die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden Ihres Kindes kompetent zu begleiten. Bleiben Sie gelassen – und denken Sie daran: Ihr Kinderarzt-Team ist für Sie da!

Abonnieren Sie den Podcast „Kinderarzt to go“ für weitere wertvolle Tipps rund um Kindergesundheit und Kindermedizin.

Was unsere Patienten sagen

Lesen Sie die Erfahrungsberichte von Eltern, die bereits in unserer Praxis waren. Ihr Vertrauen, Ihre Zufriedenheit und das Wohl Ihres Kindes stehen bei uns an erster Stelle.

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  • Google Bewertung von Carolin Zechmann

    Bewertung von Carolin Zechmann

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    vor einer Woche

    Es bleibt mir nichts anderes übrig als auch 5 Sterne zu vergeben. :) Unser Sohn wird demnächst 1 Jahr alt und jeder einzelne Termin bei Hr. Dr. Handwerker und bei Fr. Dr. Müller war bisher absolut perfekt. Kurze Wartezeiten, ein sehr freundliches Team, eine absolut entspannte Atmosphäre und vor ...
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  • Google Bewertung von Petra Stoiber

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    vor einem Monat

    Herr Dr Handwerker ist ein ganz besonderer Kinderarzt und Mensch. Bereits in meiner Schwangerschaft hat mich Herr Dr. Handwerker nach einer Kontaktanfrage aufgrund unserer schwierigen Vorgeschichte persönlich am Abend angerufen. Durch jedes Wort vor und nach der Geburt meines Sohnes hat er mir und ...
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    vor einem Monat

    Wir sind seit der Geburt unserer Tochter, die inzwischen 1,5 Jahre alt ist, bei Kinderarzt Dr. Handwerker in Behandlung und fühlen uns dort rundum bestens aufgehoben. Auch wenn man manchmal ein bisschen warten muss, nimmt sich Hr. Dr. Handwerker dann viel Zeit, ist sehr kompetent und hat ein super ...
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